Klinische Pharmakologie / Psychopharmakologie

 
 

 
 

[GESUNDHEITS- UND SOZIALWESEN IN ISRAEL]
GESUNDHEITSDIENSTE - MEDIZINISCHE FORSCHUNG - GESUNDHEITSPROBLEME - MEDIZINISCHES ENGAGEMENT - SOZIALE  DIENSTE - SOZIALVERSICHERUNG

Gesundheitsprobleme

Die vorherrschenden Gesundheitsprobleme und Krankheiten in Israel gleichen denen, die auch in der westlichen Welt vorwiegen. Seit Krebs- und Herzerkrankungen zu zwei Dritteln die Ursache der Todesfälle sind, hat die Erforschung dieser Krankheiten in Israel höchste Priorität erlangt. Mit zunehmender Lebenserwartung gewinnt auch die medizinische Altenpflege immer mehr an Bedeutung. Ebenso rücken die für das späte 20. Jahrhundert typischen umwelt- und lebensstilbedingten Gesundheitsprobleme immer mehr in den Vordergrund. Als Gegenmaßnahme wird in weit verbreiteten Gesundheitserziehungsprogrammen versucht, die Bevölkerung von der (Lebens-)Notwendigkeit zu überzeugen, erwiesenermaßen gesundheitsschädliche Verhaltensweisen wie Rauchen, Überernährung und Bewegungsmangel abzulegen. Um die hohen Verkehrs- und Arbeitsunfallzahlen zu senken, werden Kampagnen organisiert, um Autofahrer und Arbeiter zu größerem Gefahrenbewusstsein zu erziehen.

Gefahren für Mensch und Umwelt

Ein rasches Bevölkerungswachstum und die stetige und schnelle landwirtschaftliche und industrielle Expansion haben in einem kleinen Land wie Israel zwangsläufig zu Umweltproblemen geführt. Über 70 % der israelischen Industrie ballt sich in dem schmalen Küstenstreifen am Mittelmeer, der klimatisch für das rasche Abfließen von Schadstoffen nur wenig geeignet ist.

Um die Umweltverschmutzung an den Küstenstrichen am Mittelmeer und am Roten Meer zu bekämpfen, hat Israel einer umfassenden Gesetzesvorlage über Strand- und Küstensäuberungsaktionen sowie einer Reihe von internationalen Projekten, vornehmlich für den Mittelmeerraum, zugestimmt.

Die vorherrschende Wasserknappheit bei einem sprunghaften Anwachsen der Bevölkerung lassen die Verschlechterung der Wasserqualität zu einem kritischen Problem werden. Die Hauptursache der Grundwasserverschmutzung sind chemische Düngemittel, Pestizide, Einsickern von Meerwasser und Haushalts- und Industrieabwässer. Höchste Priorität wird der Reinigung von Abwässern gegeben, um die Gesundheit von Mensch und Umwelt zu schützen und eine zusätzliche Wasserquelle für die Bewässerung in der Landwirtschaft zu schaffen. Für verschmutzte Flüsse und Bäche wurde ein Rehabilitationsprogramm ins Leben gerufen - mit dem Ziel, Flüsse und Seen Schritt für Schritt als Frischwasserressourcen wieder herzustellen, so dass diese langfristig gesehen eine ökologische Aufwertung erfahren und in Erholungsgebiete umgewandelt werden. Die Wasserqualität von Flüssen und des Trinkwassers wird regelmäßig kontrolliert und strengstens überwacht.

Die Energieerzeugung, Verkehrsmittel und Industrie haben großen Anteil an der Luftverschmutzung und der damit verbundenen Verschlechterung der Luftqualität. Als Antwort auf das fortgeschrittene Ausmaß der Luftverschmutzung in den hochindustrialisierten städtischen Ballungsgebieten, vor allem entlang der Küstenebene, wurde mit einem umfassenden Programm zum verantwortlichen Umgang mit Luftressourcen begonnen: Es wurden Emissionsrichtlinien festgelegt und die nationalen Umweltüberwachungs- und Kontrollsysteme erweitert. Die Verwendung von schwefelreduzierter Kohle und Öl zur Energieerzeugung hat dazu beigetragen, dass die Konzentration von Schwefeloxiden beträchtlich reduziert werden konnte. Jedoch sind die Emissionswerte von Schadstoffen aus dem Fahrzeugverkehr erheblich angestiegen. Die Einführung von bleifreiem Benzin und Katalysatoren sollen dazu beitragen, die Luftqualität zu verbessern.

Infolge eines raschen Bevölkerungswachstums, der Industrialisierung und des steigenden Lebensstandards muss eine effektivere Müllentsorgung gewährleistet werden.Um dieses Problem zu bewältigen, versucht Israel, illegale Mülldeponien still zu legen und durch umweltfreundliche Müllgruben zu ersetzen. Gleichzeitig soll der Wechsel zu einer weniger Müll produzierenden bzw. müllfreien Technologie unternommen werden. Das sieht auch das kürzlich erlassene Recyclinggesetz vor.

Dieses Gesetz legt Sicherheitsbestimmungen für gefährliche Substanzen fest. Eine Aufsichts- und Kontrollbehörde ist für die Lizenzvergabe, Regulierung und Überwachung der Produktion dieser Substanzen verantwortlich. Mit der Einführung von Gesetzen und der Verwirklichung von Israels neuem Alternativplan zur Verfahrensweise bei Unfällen mit gefährlichen Substanzen sollen potentielle Gefahren für Gesundheit und Umwelt minimiert werden.

Zusätzlich zu den genannten Maßnahmen und der Förderung eines größeren Umweltbewusstseins bei der Bevölkerung durch Aufklärungsarbeit als wesentliche Komponenten der Umweltpolitik bietet Israel auch finanzielle Subventionen für Firmen an, die in umweltfreundliche Technologien und Materialien investieren wollen.

hagalil.com / 23-12-02

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